Der Steuerfuss beträgt neu 129 Prozent.

Die Gemeindeversammlung von Metzerlen-Mariastein zeigt sich mit der vom Gemeinderat beantragten Steuererhöhung einverstanden.

Der Gemeinderat von Metzerlen-Mariastein hatte im Sommer in der Debatte um die Schulraumerweiterung eine Steuererhöhung angekündigt. Somit war der Antrag, den Steuerfuss von 124 auf 129 Prozent zu erhöhen, keine Überraschung und stiess an der Budget-Gemeindeversammlung vom Montag kaum auf Widerstand. «Die Versammlung zählte 110 Stimmberechtigte und genehmigte die Steuererhöhung mit grossem Mehr», erklärt Statthalter Jens Schindelholz auf Anfrage dieser Zeitung. Nebst den Investitionen in die Infrastruktur sind es vor allem die steigenden Kosten in den Bereichen Bildung Soziales und Gesundheit, welche die Gemeinde belasten. Trotz Steuererhöhung sieht das Budget 2026 einen Aufwandüberschuss von rund 194000 Franken vor. Bei den Steuereinnahmen rechne der Gemeinderat aufgrund des Bevölkerungswachstums mit Zuwachs, er habe aber vorsichtig budgetiert. «Um den Belastungen wirksam zu begegnen», habe man im Rahmen der Budgetklausuren sämtliche Funktionen intensiv geprüft «und dort Reduktionen vorgenommen, wo sie sinnvoll und verantwortbar sind», hielt der Gemeinderat in seiner Botschaft fest. Er erinnert daran, dass die meisten Kosten des Gemeindebudgets durch gesetzliche Vorgaben und Verbandsstrukturen fix seien. Der Rat setze sich dafür ein, die Kostenentwicklungen, insbesondere in den Verbänden genauer zu analysieren und längerfristig zu stabilisieren. Damit die Gemeinde ihren finanziellen Handlungs-spielraum bewahren könne, sei die moderate Steuererhöhung notwendig, argumentierte der Gemeinderat. Bei den Gebühren und Abgaben wurden die bisherigen Sätze beibehalten, die Hundesteuer beträgt 105 Franken und die Reittiersteuer 150 Franken.

Bei den Investitionen ist die Gemeinde nicht nur mit dem Bau von neuem Schulraum gefordert. Es stünden auch bei der Wasserversorgung und der Abwasserreinigung wichtige Sanierungsprojekte an, hiess es seitens der Dorfexekutive. Die gemeinsam mit Rodersdorf betriebene Kläranlage erfordere eine Modernisierung. Der Investitionsanteil betrage 305000 Franken. Am Gesamtprojekt «Erneuerung Steuersystem Wasserversorgung Hinteres Leimental» beteiligt sich Metzerlen-Mariastein mit 51000 Franken. Des Weiteren müssen beim Zweckverband Schulen Leimental (ZSL) die Wasserleitungen im Untergeschoss saniert werden. An die Gesamtkosten von 240000 Franken zahlt Metzerlen-Mariastein 30000 Franken.

Insgesamt sieht das Budget 2026 von Metzerlen-Mariastein Nettoinvestitionen von 1,2 Millionen Franken vor und wurde von der Versammlung mit grossem Mehr genehmigt.

Weitere Artikel zu «Dorneckberg/Leimental», die sie interessieren könnten

Weihnachtsgedanken
Dorneckberg/Leimental17.12.2025

Weihnachtsgedanken

Im Pflegeheim hat Rudolfus Burkard einen Weihnachts-brief gefunden. Geschrieben wurde er von Emil Burkard, geboren am 27. Juni 1933. Er schrieb ihn zu…
Geschwisterliches Dreamteam: Evelyn und Kristina Brunner (v. l.). Foto: Th. Brunnschweiler
Dorneckberg/Leimental17.12.2025

Virtuose neue Volksmusik mit Verve

Letzten Sonntag bestritten die Musikerinnen Evelyn und Kristina Brunner im Museum für Musikautomaten eine «Schweizer Matinee». Mit Schwyzerörgeli, Bass und…
Beim Destillieren: Die «Höllenhund-Gin-Macher» (v. l.) Hans Schneiter, Reto Grossheutschi und Dominik Tschon. Nicht im Bild ist Gabriele Grossheutschi, die ebenfalls zum Team gehört. Foto: zvg
Dorneckberg/Leimental17.12.2025

Der Höllenhund aus Hofstetten

Drei Freunde aus Hofstetten und Basel produzieren seit einigen Jahren ihren eigenen Gin. Ihr «Höllenhund-Gin» basiert auf einem sorgfältig entwickelten Rezept…