Aesch
24.07.2019

Fussball-Feuerwerk auf dem Löhrenacker

Voller Einsatz: Die hochkarätigen Teams garantieren ein spannendes Turnier.  Foto: eh-presse

Voller Einsatz: Die hochkarätigen Teams garantieren ein spannendes Turnier. Foto: eh-presse

Vom 1. bis zum 3. August kämpfen auf der Fussballanlage Löhrenacker in Aesch zum sechsten Mal internationale U19-Top-Vereine um den Turniersieg. Erstmals können Fussballinteressierte dank Sponsoren die Spiele vor Ort gratis verfolgen.

Edgar Hänggi

Juventus, Real Madrid, Inter Mailand, Fulham, Roter Stern Belgrad, Palmeiras São Paulo, Eintracht Frankfurt und der FC Basel nehmen am diesjährigen Turnier teil. Namen, welche den Fussballfans auf der Zunge zergehen. Für OK-Präsident Andrea Marescalchi, der auch den FC Aesch präsidiert, garantieren Namen zwar keine Top-Leistungen, aber: «Die Ausgabe 2019 dürfte sportlich noch eine Spur besser sein, als es die letzte Ausgabe war. Wir haben mit Palmeiras den brasilianischen Meister und Cupsieger, mit Inter den Verein, der in Italien die beste Nachwuchsabteilung hat, und für Frankfurt trifft das in Deutschland ebenfalls zu», sagt Marescalchi, der den Anlass seit 2014 auf die Beine stellt.


Von der Idee zum Grossevent

Als Juve-Fan Andrea Marescalchi 2013 im Vorstand einfach mal so die Idee eines internationalen U16-Nachwuchsturniers in Aesch in die Runde warf, blieb das Echo gering. Allerdings liess es ihm keine Ruhe. Er telefonierte mit Gianluca Pessotto, ehemaligem italienischem Nationalspieler, ob das etwas wäre für Juve. Er bekam sofort eine Zusage, allerdings nur für die sogenannte Primavera, die älteste Nachwuchsequipe. «Ich informierte meine Kollegen im Vorstand, dass Juve mit der U19 nach Aesch an ein Turnier kommt, das es noch gar nicht gab. Wir mussten jetzt eben um Juve ein Turnier auf die Beine stellen und sieben U19-Teams einladen», erklärt Marescalchi. Dank Vitamin B konnten Fulham (über Pascal Zuberbühler) und Hamburg (Mario Cantaluppi) engagiert werden. Weiter war der FC Basel bereit, mit einer Mischung aus U18/U21 anzutreten und anfangs nahm auch eine «Aesch Selection» teil.


Präsident deckt Verluste

Andrea Marescalchi erklärt offen, dass «sein» Turnier den stolzen Betrag von 150 000 Franken kostet. «Mit Eintritten und dem Catering lässt sich so etwas nie stemmen. Wir sind auf Sponsoren angewiesen.» Marescalchi weiss durch seine Funktion beim FC Aesch nur zu gut, dass man Sponsoren, die es braucht, um einen Anlass dieser Grössenordnung auf selbsttragende Beine stellen zu können, kaum findet. «Ein guter Freund von mir hat sich bereit erklärt, mir für drei Jahre mit einem namhaften Betrag unter die Arme zu greifen. Was am Ende fehlt, decke ich aus dem eigenen Sack. Ich mache das aus Leidenschaft für den Fussball.»
Andrea Marescalchi ist einer jener im positiven Sinn Verrückten, die es braucht, um Ideen und Projekte umsetzen zu können. Ewig wird er das aber nicht machen. «Ich habe mir so 10 Jahre gegeben, aber das muss von Jahr zu Jahr analysiert werden. Wir benötigen pro Anlass doch etwa 100 Helferinnen und Helfer.»


Minibar bleibt leer


Der Umgang mit den Teams stellte, so der OK-Präsident, anfangs eine Herausforderung dar. Mit den Jahren habe sich aber gezeigt, dass die Spieler so gut geführt werden, dass es keine Probleme gibt. Die Teams logieren in Vier-Sterne-Hotels, aber der Staff verlangt Einzelzimmer. Im ersten Jahr verwüsteten, so Marescalchi, einige Spieler von Borussia Dortmund ein Zimmer, seither werden die Minibars vor dem Besuch der Spieler geleert. Ein tolles Erlebnis sei letztes Jahr der Besuch der japanischen Equipe gewesen. Sportlich glänzten die Asiaten und auch sonst gaben sie sich, wie man es von ihnen kennt. «Sie wollten explizit nicht in Basel in ein Top-Hotel, sondern in den wenigen Tagen Land, Leute und Kultur kennen lernen. Wir nahmen die Herausforderung an und buchten das Aescher Hotel Sonne. Das war eine
super Idee, denn den Japanern gefiel es ausgezeichnet. Wir werden das in diesem Jahr mit Palmeiras aus der Weltmetropole São Paulo wiederholen. Es wird ein Kulturschock für die Jungs sein, aber lassen wir uns überraschen.»
Spielpläne und alle Informationen rund ums Turnier findet man auf der Website www.u19-turnier.ch.