Münchenstein: Attraktionen
23.01.2019

Springen, hüpfen, klettern, drücken, stossen bis zum Umfallen

Duell auf dem Balken: Beim «Battle Beam» versucht man, seinen Gegner mit einem Plastikstab vom Balken zu stossen und dabei selbst oben zu bleiben –  wer zuerst fällt, hat verloren.  Foto: ZVG

Duell auf dem Balken: Beim «Battle Beam» versucht man, seinen Gegner mit einem Plastikstab vom Balken zu stossen und dabei selbst oben zu bleiben – wer zuerst fällt, hat verloren. Foto: ZVG

Am vergangenen Samstag öffnete der Trampolinpark Jump Factory seine Tore. Das Angebot ist in der Region einzigartig.

Axel Mannigel

In Münchenstein, zwischen Walztanz, Swing Werk und dem Rockfact music club, geht es hinein und hinter dem Tor einen langen, stillen Gang entlang. Rechts öffnet sich unversehens eine automatische Schiebetür und Kinderlachen, Rufe, Schreie und laute Musik branden einem entgegen. Seit wenigen Stunden gibt es hier auf rund 1250 Quadratmetern die Jump Factory mit Trampolinparcours, Ninja- Warrior-Kurs, Battle Beam, Warped Wall, einer nach innen gebogenen Wand zum Hinaufklettern sowie der mit 33 Metern längste Schnitzelgrube. Vor allem der Trampolinparcours mit seinen 300 Quadratmetern, den geraden und schrägen Sprungflächen in unterschiedlichen Höhen und Tiefen ist ein absolutes Highlight. Am Samstag war auch Nils Bothe aus Riehen da, der Europameister der Gartentrampolin-Spiele 2018, und weihte die Anlage zusammen mit seinen Kollegen mit einer Show ein. Vom Trampolinparcours schweift der Blick zurück durch die Halle, überall lachende, glückliche Kinder, denen die Abenteuerlust ins Gesicht geschrieben steht. «That looks like fun», so eine Mutter, die gerade ihren Sprössling auf den Parcours entlässt.

Ein Park für alle

Die Freude ist neben der Müdigkeit auch bei Peter Raidt zu sehen. Der 50-jährige Unternehmer hat die Jump Factory nach Münchenstein gebracht. «Es brummt», sagt er zufrieden. 1992 begann Raidt mit Bungeespringen von Brücken, entwickelte ein eigenes System und liess es sich vom TÜV zertifizieren. Während seiner Zeit in den USA erfand der gebürtige Schwabe 1998 das Bungee-Trampolin. 2006 wurde in Las Vegas der erste Trampolinpark eröffnet und seit fünf Jahren baut Raidt selbst welche für Kunden. Nach seiner Rückkehr nach Europa suchte er nach einer eigenen Location und fand sie schliesslich in Münchenstein. «Alle Parameter sprechen hier für Erfolg», begeistert sich der Unternehmer. «Wir haben eine super Nachbarschaft, wir sind öV-nah, die Autobahnausfahrt ist um die Ecke sowie die International School und die Universität in Basel.» Raidts Angebot soll viele Altersschichten ansprechen, sowohl die 6- bis 15-Jährigen als auch die Älteren mit dem Ninja-Warrior-Kurs und dem Trampolinparcours. «Bei uns kommt jeder an seine Grenzen», schmunzelt der Familienvater.

Besser und teurer

Rund um die mit grossen Schaumstoffwürfeln gefüllte Schnitzelgrube gibt es mehrere Möglichkeiten hineinzuspringen. Zwei Jungs üben sich in Saltos und Dives. «Die Anlage ist echt super», meint der 14-jährige Frederik. «Und viel besser als der Swiss Mega Park», fügt er mit einem Grinsen hinzu. Der Preis ist mit 18 Franken pro Stunde allerdings auch deutlich höher. Diesen rechtfertigt Raidt einerseits mit den Kosten für die Infrastruktur. Andererseits entspreche der Preis seines Parks in etwa dem eines Kinobesuchs, das sei international üblich. Ausserdem würden noch ein paar Attraktionen fehlen, etwa der Hochseilgarten. Vom Preis und den noch umständlichen Anmeldeformalitäten haben sich die zahlreichen Besucher nicht abschrecken lassen. Am Samstag gab es bereits erste Geburtstagspartys und am Dienstag konnte Raidt auf rund 500 Besucher am Wochenende zurückblicken: «Ich bin sehr zufrieden.» Die Jump Factory ist Samstag und Sonntag von 10 bis 22 Uhr und Montag bis Freitag von 15 bis 21 Uhr geöffnet.

Gutscheine gewinnen

Das Wochenblatt verlost 2 × 2 Gutscheine für den neu eröffneten Trampolinpark auf dem Walzwerkareal. Der Gutschein im Wert von 33 Franken erlaubt es, die neue Anlage während zweier Stunden selbst auf Herz und Nieren zu prüfen. Wer interessiert ist, sendet eine E-Mail an wettbewerb[at]wochenblatt.ch mit dem Stichwort «Trampolin». Einsendeschluss ist Sonntag, 27. Januar.

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