Aesch
27.11.2019

Ein digitaler Werbespot für Aesch Nord

Hier soll bald eine «Smartcity» entstehen: Auf dem Areal Aesch Nord soll vorwiegend Raum für moderne Arbeitsplätze geschaffen werden, dabei sollen soziale und ökologische «Wohlfühlfaktoren» aber nicht verloren gehen.  Foto: ZVG

Hier soll bald eine «Smartcity» entstehen: Auf dem Areal Aesch Nord soll vorwiegend Raum für moderne Arbeitsplätze geschaffen werden, dabei sollen soziale und ökologische «Wohlfühlfaktoren» aber nicht verloren gehen. Foto: ZVG

Mit dem Relaunch der Homepage geht die Entwicklung im Gewerbegebiet von kantonaler Bedeutung in die nächste Phase.

Tobias Gfeller

Die Planungen für die Weiterentwicklung des Gewerbegebiets Aesch Nord schreiten voran. Die neu gestaltete Homepage wirkt dabei als digitaler Werbespot, erklären Gemeindepräsidentin Marianne Hollinger (FDP) und Arealentwickler Hans-Jörg Fankhauser. Damit sollen potenzielle Investoren, Unternehmen und Bewohner überzeugt werden, künftig in Aesch Nord tätig und heimisch zu werden. Mit dem Relaunch der seit 2004 bestehenden Adresse www.aeschnord.ch erfüllt der Gemeinderat auch eine Vorgabe der Gemeindeversammlung im Rahmen des Gesamtkonzepts und des Richtplans. Diese liegen aktuell bei der Baselbieter Regierung zur Genehmigung vor. «Die Signale sind positiv», freut sich Hollinger. Noch in diesem Jahr werde der Kanton sein Einverständnis zur geplanten Entwicklung in Aesch Nord geben.


Firmen ziehen zu Arbeitskräften


Die räumliche Entwicklung wird von nun an mit Quartierplänen erfolgen. Diese müssen den Vorgaben des Gesamtkonzeptes entsprechen und werden der Bevölkerung einzeln zur Abstimmung vorgelegt. Die Gemeinde will noch stärker auf die Entwicklungen freier Flächen und bebauter Areale Einfluss nehmen. Auch bei Letzteren sei viel Potenzial vorhanden, betont Hollinger. «Es gibt unternutzte Bauten. Das wollen wir ändern.» So hat ein Investor bereits das ehemalige Gebäude der Mobimo AG am Pfeffingerring gekauft. Gemäss Vorgabe der Gemeinde wird er die bestehenden zwei Gebäude sanieren und auf dem freistehenden Parkplatz Wohnungen bauen. Die Vorgaben an Investoren sind stets die gleichen: Pro Quadratmeter Gewerbefläche muss ein Quadratmeter Wohnraum entstehen. Es sei keinesfalls mehr so, dass die Menschen dorthin ziehen, wo sie potenzielle Arbeitsplätze sehen, erklärt Hans-Jörg Fankhauser. «Es ist mittlerweile umgekehrt. Firmen ziehen dorthin, wo Menschen, also potenzielle Arbeitskräfte, leben.» In Aesch Nord sollen vorwiegend moderne Arbeitsplätze entstehen. Hans-Jörg Fankhauser sieht aufgrund der optimalen Verkehrsanbindung und der Lage Potenzial in der Elektromobilität. In seiner Vision sieht er nicht primär Verkauf von Fahrzeugen, sondern die Entwicklung und Forschung und mögliche neue Transportformen.


Aesch Nord als Smartcity

Die veränderten Arbeitsweisen – Stichwort Digitalisierung und flexiblere Arbeitsmodelle – bringen es mit sich, dass das Arbeitsumfeld für das eigene Wohlbefinden wichtiger geworden ist und nicht mehr nur die Freude an der eigentlichen Arbeit zählt. Und genau darin liege neben der optimalen Verkehrsanbindung die Stärke von Aesch Nord. «Das natürliche Umfeld mit viel Grün ist bereits gegeben», frohlockt Hollinger. Wo bei anderen Arealentwicklungen in diesen «Wohlfühlfaktor» investiert werden muss, ist dieser in Aesch Nord bereits vorhanden. Dies soll auch so bleiben, auch wenn verdichtet gebaut wird. «Es geht darum, zu verdichten, gleichzeitig aber auch den Wert des Areals zu erhalten», so Fankhauser. Zu diesem Wert soll künftig auch der See gehören, von dem auch der neue grüne Baselbieter Baudirektor Isaac Reber begeistert sei. Als Energielieferant ist ein Holzschnitzelheizkraftwerk in Zusammenarbeit mit der Bürgergemeinde geplant.


Homepage wird an GV vorgestellt

An der Gemeindeversammlung heute Abend stellt der Gemeinderat die neu gestaltete Homepage vor. Auf der Homepage werden die bisherigen Schritte, der aktuelle Stand und das weitere Vorgehen erläutert und Aesch Nord als Smartcity propagiert. Für den Gemeinderat und Arealentwickler Hans-Jörg Fankhauser war es essenziell, dass der Grossteil der Landbesitzer in die Pläne der Gemeinde involviert und damit einverstanden ist. Im Gegensatz zu Salina Raurica in Pratteln ist dies dank intensiver Arbeit gelungen. Die Voraussetzungen seien äusserst positiv, dass die Entwicklungen in Aesch Nord weiterhin so gut voranschreiten wie bisher, ist Hans-Jörg Fankhauser überzeugt.