Aesch
31.03.2021

Post Aesch neu aufgestellt

Freuen sich über den gelungenen Neuauftritt der Aescher Postfiliale: (v.l.) Gemeinderat Stephan Hohl, Stv. Leiter Gebiet Basel Süd Tanino Kohley, Leiter Filialteam Matthias Hueber und Stv. Leiter Filialteam Stefan Kottmann. Foto: Axel Mannigel

Freuen sich über den gelungenen Neuauftritt der Aescher Postfiliale: (v.l.) Gemeinderat Stephan Hohl, Stv. Leiter Gebiet Basel Süd Tanino Kohley, Leiter Filialteam Matthias Hueber und Stv. Leiter Filialteam Stefan Kottmann. Foto: Axel Mannigel

Am letzten Montag öffnete die Aescher Postfiliale nach über viermonatiger Umbauzeit wieder ihre Türen – frisch gestaltet und mit neuen Möglichkeiten.

Von: Axel Mannigel

Richtig weg war die Post in Aesch ja nicht. Doch nach über vier Monaten in einem engen Container wirkt der Auftritt mit der neugestalteten Filiale, als wäre sie wieder da. Zu den bisherigen klassischen Dienstleistungen sind neue dazugekommen, etwa der My-Post-24-Automat an der Aussenseite der Postfiliale an der Hauptstrasse 105, der den Paketversand und -empfang rund um die Uhr möglich macht. Eine andere Neuheit ist der Paketeinwurf in der Post, der sich vor allem für Retouren eignet. Und schliesslich begrüsst die Post ihre Kundinnen und Kunden neu mit einem Mitarbeiter an einer vorgezogenen Beratungstheke, der bei der Orientierung hilft und das (auch digitale) Dienstleistungsangebot erklärt. «Die Post wird moderner und investiert in die Zukunft», sagt Markus Werner, bei der Post Verantwortlicher Kommunikation Nord. Die Aescher Filiale gehört zu einem ausgewählten Kreis von schweizweit 300 eigenbetriebenen Filialen (von noch 900), welche derzeit mit 40 Millionen Franken modernisiert werden.

Filiale der Zukunft

Helle Farben, viel Holz und eine grosszügige Offenheit prägen das neue Postdesign. «Filiale der Zukunft» heissen die neugestalteten Räumlichkeiten im internen Sprachgebrauch, wie Tanino Kohley, stellvertretender Leiter des Gebiets Basel Süd, verrät. «Mit der Empfangstheke setzen wir neben den klassischen logistischen Dienstleistungen verstärkt auf ­Beratung und Verkauf.» Und Matthias Hueber, Leiter des Teams Reinach-Aesch, ergänzt: «Wir freuen uns sehr auf diese neue Atmosphäre. Es ist etwas ganz anderes mit offenen Schaltern ohne Panzerglas.» Moderne Sicherheitstechnik macht dies möglich. «Das Geld liegt ja nicht offen herum, sondern wird sofort versorgt», so Hueber lächelnd. Für die Sicherheit sei bei aller neuen Offenheit hundertprozentig gesorgt. Das gilt nicht nur fürs Geld, sondern auch für Covid-19. Die Pandemie kollidiere quasi mit der Strategie der Post, meint Kohley, aber natürlich habe man ein Schutzkonzept mit Desinfektion und Plexiglastrennwänden. «Die Post hat einen wichtigen Stellenwert für das Dorf und wir freuen uns sehr über den gelungenen Umbau», sagt Gemeinderat Stephan Hohl.

Eigene Produkte stärken

Die Filiale in Aesch ist schweizweit die 160ste neugestaltete Filiale und – nach Reinach – die zweite im Birseck. Weitere Filialen in Dornach, Arlesheim und Münchenstein folgen. «Mit dem neuen Ambiente wollen wir die dunkle Gestaltung mit Granit und vergitterten Fenstern der 70er-Jahre hinter uns lassen», so Werner. «Wir freuen uns, wenn die Menschen weiterhin gerne auf die Poststelle kommen.»

Die ersten Eindrücke seien jedenfalls sehr positiv, berichtet Hueber. Die Kunden würden sich an der Helligkeit und Offenheit freuen und eine Kundin meinte, die Filiale wirke nun viel aufgeräumter und weniger «vollgestellt». Die Post, erklärt Werner, wolle sich auch wieder mehr auf die eigenen Produkte konzentrieren, statt wie ein «Gemischtwarenladen» aufzutreten. Gleichzeitig gehe es darum, sich trotz rückläufiger Schaltergeschäfte für die Zukunft gut aufzustellen.

Deshalb öffne die Post ihre Filialen künftig für Dienstleister aus den Branchen Banken, Versicherungen, Krankenkassen oder auch für Behörden. Diese könnten künftig ihre Dienstleistungen in einem separaten Bereich innerhalb der Postfiliale anbieten. Mit welchem Unternehmen die Post in Aesch zusammenarbeiten wird, stehe noch nicht fest.