Pfeffingen
03.03.2021

Von Pfeffingen aus Europas Leichtathletik erobern

An der Schweizer Meisterschaft in Magglingen: Selina von Jackowski aus Pfeffingen (Mitte) lief neben Lia Mordasini 
(rechts, 7. Platz) und Ditaji Kambundji (links, Goldmedaille) auf den dritten Platz. Foto: ZVG / athletix.ch

An der Schweizer Meisterschaft in Magglingen: Selina von Jackowski aus Pfeffingen (Mitte) lief neben Lia Mordasini

Nach dem Gewinn der Bronzemedaille an den Schweizer Hallenmeisterschaften will die Pfeffinger Hürdensprinterin Selina von Jackowski auch europäisch glänzen.

Von: Tobias Gfeller

Am vergangenen Sonntag Bronze in Magglingen und heute schon auf dem Weg nach Torun in Polen – es sind aufregende Tage für die Pfeffinger Hürdensprinterin Selina von Jackowski. Im Final an den Schweizer Hallenmeisterschaften über 60 Meter Hürden sicherte sie sich nicht nur Bronze, sondern unterbot erneut die Limite für die EM am kommenden Wochenende. Doch ganz zufrieden war sie mit dem Wochenende in Magglingen nicht, meint die ehrgeizige 23-Jährige. «Ich wäre gerne persönliche Bestleistung gelaufen. Es war aber nicht mein bester Tag.» Dies möchte sie nun in Polen nachholen. Wie weit eine solche Zeit platzierungsmässig reichen würde, sei im europäischen Vergleich aber schwierig abzuschätzen. Die Vorläufe sind für Samstag angesetzt, Halbfinal und der Final am Sonntag.

Nach Silber an den Schweizer Freiluftmeisterschaften über 100 Meter Hürden im vergangenen Herbst holte Selina von Jackowski in Magglingen ihre fünfte Einzelmedaille bei der Elite. Und diese ­Medaille strahlt besonders, da das Feld am Sonntag äusserst stark war. Das zeigt ein Blick auf die Qualifikation für die EM: Gleich drei Frauen über die Kurzhürden konnte Swiss Athletics für Torun nominieren. Mehr geht nicht. Der Hürdensprint der Frauen gehört in der Schweizer Leichtathletik aktuell zu mit den am stärksten besetzten Disziplinen. Das zeigte sich eindrücklich am Wochenende in Magglingen. Umso höher sind die ­vorderen Platzierungen von Selina von Jackowski in der kürzeren Vergangenheit einzuschätzen.

Die EM-Qualifikation ist der verdiente Lohn für eine starke Hallensaison. Nach Torun folgt für die Pfeffingerin eine kurze Pause, bevor es im Mai mit der Freiluftsaison 2021 weitergeht. Falls dann im Sommer die Olympischen Spiele in Tokio stattfinden, möchte sie da gerne dabei sein.

Start und Stehvermögen verbessern

Selina von Jackowski weiss, woran sie noch arbeiten muss, um ihre persönliche Bestzeit weiter nach unten zu schrauben. «Meine beste Phase habe ich jeweils in der Mitte des Rennens zwischen der ­dritten und sechsten Hürde. Ich muss vor allem am Start und an den letzten 20 Metern arbeiten.» «Stehvermögen» heisst das Zauberwort, um das Tempo auf den letzten Metern hochhalten zu können. Daran trainiert sie spezifisch, in dem sie längere Sprints mit oder ohne Hürden über bis zu 150 Meter läuft. Das soll helfen, im Rennen über 100 Meter bis zur Ziellinie durchziehen zu können. «Ich trainiere so quasi über die Ziellinie hinaus», beschreibt Selina von Jackowski ihr spezifisches «Stehvermögen-Training». Der Weg der Pfeffinger Hürdensprinterin geht kontinuierlich nach oben. Auch beruflich. Zurzeit doktoriert sie in Rechnungslegung an der Uni Basel. Zahlen haben es Selina von Jackowski nicht nur bei der Zeitmessung ihrer Sprints angetan. Sowohl für ihre Ausbildung wie auch für ihre sportliche Laufbahn war der Aufenthalt in Buffalo zwischen 2015 und 2020 äusserst wertvoll. Sie absolvierte im Osten der USA nicht nur das ganze Wirtschaftsstudium, sondern konnte dort auch unter besten Bedingungen im Leichtathletikteam der Universität trainieren.

«Die Balance zwischen Sport und Studium war in Buffalo wirklich ideal», schwärmt Selina von Jackowski rückblickend. Über das Studium hinaus in den Staaten zu bleiben, kam für sie aber nie in Frage. Zu sehr hängt sie an ihrer Heimat, an Pfeffingen.

In Berlin geboren

Mit elf Jahren zog die heute 23-Jährige mit ihrer Familie aus Berlin über Reinach nach Pfeffingen und besuchte während mehrerer Jahre die International School Basel (ISB) in Reinach. Mit sieben Jahren begann sie in Berlin zum Plausch mit der Leichtathletik. Als sie in die Schweiz zog, schloss sie sich gleich den Old Boys Basel an und ist dem Verein bis heute treu geblieben. Und das soll in den kommenden Jahren auch so bleiben. Von Pfeffingen aus hat Selina von ­Jackowski die Schweizer Leichtathletikszene erobert. Jetzt soll Europa folgen – am besten schon am Wochenende.

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