Thierstein
10.10.2018

Musizieren mit Spass

<em>Lagerleiter und Solisten: </em>Martin Schaad dirigiert den «Swiss-Ländler», den Vanessa und Joel Linz locker zum Besten geben. Foto: Martin Staub<em>Osterhasen: </em>Dem Lagermotto entsprechend sind die Programmansagen.

Lagerleiter und Solisten: Martin Schaad dirigiert den «Swiss-Ländler», den Vanessa und Joel Linz locker zum Besten geben. Foto: Martin Staub

Osterhasen: Dem Lagermotto entsprechend sind die Programmansagen.

Das Jugendmusiklager JUMULA 2018 feierte am vergangenen Wochenende mit den beiden JUMU-Brass-Abschlusskonzerten in Breitenbach und Liesberg seine Höhepunkte.

Martin Staub

Leicht verspätet zwar, aber umso überzeugter wuseln die drei Dutzend jungen Musikantinnen und Musikanten von beiden Seiten auf die Bühne des Breitenbacher Griensaals. Der Dirigent, ein Mitglied des Leiterteams, kaum älter als die restlichen Lagerteilnehmer, hebt den Stock und los geht’s fulminant und präzise mit dem Eröffnungsmarsch «Cross of Honour» des englischen Brass Band-Komponisten William Rimmer.

Das JUMULA nähert sich dem 40sten

Am Samstag, 29. September, reisten junge Musikerinnen und Musiker aus der Region Laufental-Thierstein, zwischen 12- und 22-jährig, wieder nach Sörenberg, um dort eine Lagerwoche zu verbringen, bei der Brass Band-Musik im Zentrum steht. Und wie die jungen Lagerteilnehmer, die sich jedes Jahr etwas anders zusammensetzen, scheint der Leiter Martin Schaad die Begeisterung auch nach der 37. Ausgabe des JUMULA noch nicht verloren zu haben. «Dank einem top motivierten Leiterteam und ebenso begeisterungsfähigen Mädchen und Jungen, die nicht nur musikalisch immer das Beste aus sich herausholen wollen, freue ich mich jedes Mal aufs Neue auf die herbstliche Lagerwoche», erklärt der Musiklehrer, dessen Frau Manuela sich mit ihrer ständigen Unterstützung schon längst einen Namen als «Lagermami» erarbeitet hat.

Die Begeisterung ist spürbar

Das Abschlusskonzert indes nimmt seinen Fortgang mit Musik für jeden Geschmack. Während «The Witch oft the Westmerlands» eher die sanften musikalischen Sensoren der zahlreichen Zuhörer anspricht, freuen sich die Liebhaber der Volksmusik am «Swiss Ländler», den Joel und Vanessa Linz auf ihren Cornets als Solisten zelebrieren. «Your’s so cool», der Titel einer weiteren Nummer, widerspiegelt die Stimmung der Band nicht nur wörtlich, sondern auch musikalisch haargenau. «Viking Age» von Thierry Deleruyelle, das wohl anspruchsvollste Werk des Programms über das harte Leben der Wikinger, schliesst den ersten Teil des Konzertes ab.

Die Fortsetzung der kurzweiligen Aufführung wird geprägt von noch mehr «Fun», von noch mehr «Power» und noch mehr Spielfreude. Da darf selbst «079», der Hit von Lo&Leduc, der bis vor kurzem über 15 Wochen an der Spitze der Schweizer Hitparade stand, nicht fehlen. «Children» von Robert Miles, ebenfalls ein Schweizer Hitparadenrenner aus dem Jahr 1994 zeigt sich aber in der Folge als klar geeigneter für Brass Band-Besetzung, können hier doch nicht nur Posaunisten, Bassisten und Cornetisten, sondern auch das Schlagzeugregister ihre Ambitionen aufs Schönste ausleben. In «Paint it Black», einem Oldie der Rolling Stones, beweisen die 36 jungen Interpretinnen und Interpreten mit ihrem Leiterteam gar noch ihre gesanglichen Qualitäten. Wie üblich kann auch das JUMULA-Konzert 2018 nicht ohne Zugaben über die Bühne gehen. «Thrift Shop» und «Echame La Culpa», zwei weitere Ohrwürmer, bei der die Musizierenden nochmals sämtliche Register ziehen können, geniessen die Zuschauer mit Begeisterung und quittieren die Darbietung mit kaum enden wollendem Applaus.

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