Breitenbach
07.03.2018

Gemeinderätliche Leichtigkeit vor dem Fridolinstag

Fridolinskapelle: Hier soll der irische Wandermönch Fridolin mit seinem Stab die augenfreundliche Fridolinsquelle zum Sprudeln gebracht haben. Foto: Roland Bürki

Fridolinskapelle: Hier soll der irische Wandermönch Fridolin mit seinem Stab die augenfreundliche Fridolinsquelle zum Sprudeln gebracht haben. Foto: Roland Bürki

Ob der Heilige Fridolin an dieser Ratssitzung seinen Mantel über dem Fridolinssaal ausgebreitet hat, bleibt verborgen. Tatsache ist aber, dass diese Ratssitzung am Vorabend des Fridolintages von einer besonderen Leichtigkeit des Seins und von Humor geprägt war.

Roland Bürki

Um den Tag des Fridolin, da zieht der letzte Winter hin», macht eine alte Bauernregel auf das Nahen des Frühlings aufmerksam. Diese Vorfreude auf den Frühling und den anstehenden Fridolinstag, einen gesetzlichen, aber nicht besonders wirksamen Feiertag, schien das Ratskollegium in ungewohnter Weise zu beflügeln. Da wurde in den letzten Minuten vor Sitzungsbeginn gescherzt und gelacht wie selten sonst, zumal jemand mit Blick auf Aktuelles frohlockte: «Endlich wieder einmal ein Heimspiel des FC Basel, das nicht verlorenging!» Sein nächstes Heimspiel trägt der Gemeinderat am 9. April aus, wie er am Montagabend beschloss. Dabei geht es um das «Postulat Humair», das den Wiederbeitritt Breitenbachs zum Schwarzbubenforum postuliert, den Ersatz der Wasserleitung Bodenacker 3, die Sanierung von Abwasserkanälen in den Gebieten Neumatt und Bodenacker und um den Strassenausbau im Oberen Mettenbühlweg.

Gemeinderat David Häner informierte über ein erstes Gespräch mit der Regionalen Zivilschutzorganisation (RZSO) Thierstein und Thiersteiner Gemeindevertretern nach dem vorsorglich erklärten Austritt Breitenbachs aus dieser Organisation. Als Grund dafür nannte Häner die «immer höher werdenden Kosten». Nach längerer Diskussion um die Eindämmung der Kosten beschloss der Rat, an der kommenden Sitzung vom 12. März auf die Karte «Globalbudget» zu setzen. Häner informierte weiter über die mechanische Anhängeleiter der Feuerwehr, welche von der Motorfahrzeugkontrolle keine Zulassung für den Strassenverkehr mehr erhalten hat. Das Ratskollegium zeigte sich überzeugt, dass sich für das defekte Gerät Interessenten finden liessen und erteilte der Feuerwehr die Kompetenz, die Anhängeleiter zu verkaufen. Über die Anschaffung eines Defibrillators für die Schulanlagen schieden sich die Geister. Sollte es ein herkömmliches oder doch ein polyvalenteres, aber teureres Gerät sein? Der Rat einigte sich, vorerst einmal im Budget 2019 den Kauf eines Defibrillators einzustellen.

Rund um den Schulhausneubau

Ein Anwohner hatte in seiner Einsprache die übermässige Belastung der Murstrasse und des Schulgartenwegs durch den Baustellenverkehr beanstandet und eine Alternativlösung vorgeschlagen. Der Rat stellte fest, dass in diesem Fall keine einsprachefähige Änderung des Verkehrsregimes vorliege, die Strassen dem Verkehr unverändert zur Verfügung stünden und die vorgeschlagene Variante intern bereits schon intensiv geprüft und verworfen worden war.

Spannend mit vielen guten Ideen aufgemischt präsentierte sich schliesslich die Diskussion um den von Gemeinderat Willi Spaar präsentierten Verlauf der Grundsteinlegung vom Auffahrtstag, dem 10. Mai.

Andreas Dürrs Vorschlag für ein einfaches Essen für alle statt eines Gästebanketts fiel ebenso auf fruchtbaren Boden wie die von mehreren Räten geforderte Beschränkung auf wenige Ansprachen.

Damit dürfte das Konzept Banntag plus Grundsteinlegung grosse Chancen für einen erfreulichen Erfolg haben.

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