Büsserach
22.06.2016

Junge Kunst im Oberdorf

Die jungen Kunstschaffenden und die drei Kunstförderer: (v.l.) Maeva Rosset, Fabian Matz, Heinz Roth mit Nadia Bader auf dem Skype-Bildschirm, Tyrone Richards, Anne Roth, Moritz Jäger, Kurt Huber, Sandra Seb, Kathrin Zurschmitten. Von den Künstlern fehlen Karin Wiesendanger, Linda Wunderlin, Simone Lappert, Jérémie Sarbach und Flurina Badel.Foto: Martin Staub

Die jungen Kunstschaffenden und die drei Kunstförderer: (v.l.) Maeva Rosset, Fabian Matz, Heinz Roth mit Nadia Bader auf dem Skype-Bildschirm, Tyrone Richards, Anne Roth, Moritz Jäger, Kurt Huber, Sandra Seb, Kathrin Zurschmitten. Von den Künstlern fehlen Karin Wiesendanger, Linda Wunderlin, Simone Lappert, Jérémie Sarbach und Flurina Badel. Foto: Martin Staub

Ein Dutzend junger Künstlerinnen und Künstlerpräsentieren ab morgen Freitag ihre Werke an der Oberdorfstrasse 24. Anne und Heinz Roth startendamit nach einer erfolgreichen Ausstellung 2015 in die zweite Runde ihrerFörderung junger Kunst.

Martin Staub

Anne Roth ist hier aufgewachsen, wohnt mit ihrem Partner Heinz aber im Kanton Zürich. Letztes Jahr schon starteten die beiden Kunstinteressierten ihr eigenes Projekt zur Förderung junger Kunst. Eine Art «Start- up» für «Newcomer». «Das hat gut funktioniert und den beteiligten Kunstschaffenden und uns viel Freude bereitet», erklärt Anne Roth, die hier im danebenliegenden Elternhaus ihre 90-jährige Mutter Hilda Borer betreut.

Im Laufe der vergangenen Monate hat sich die Stiftung Hummenberg, welche zum Zwecke der Förderung herausragender junger Kunstschaffender gegründet wurde und welcher als Dritter im Bunde Kurt Huber angehört, nach neuen Künstlerinnen und Künstlern umgesehen, um in Büsserach, an der Oberdorfstrasse 24, eine neue Ausstellung auf die Beine zu stellen.

Den drei Kunstfördernden ist es gelungen, eine vielschichtige und bunte Präsentation von Talenten, die zum Teil noch in künstlerischer Ausbildung oder kurz vor dem Abschluss ihres Kunststudiums stehen, zu organisieren. «Wir finden es grossartig, hier in dieser idealen Umgebung von der Möglichkeit zu profitieren, unsere Arbeiten absolut kostenfrei der Öffentlichkeit präsentieren zu können», schwärmt Fabian Matz, Studierender in Kunst & Vermittlung an der Hochschule Luzern.

Kunst in allen Variationen

Morgen Freitag ab 19.30 Uhr öffnet «art des hauses» – so der Name dieser etwas anderen Galerie – seine Pforten und lädt ein zur öffentlichen Vernissage. Nebst der Sparte bildende Kunst kommen hier auch andere Kunstrichtungen zum Zuge. Schriftstellerin Simone Lappert («Wurfschatten») beispielsweise, wird ihrer Einführung in die diesjährige Ausstellung von «art des hauses» ihre ganz persönliche Note geben. Maeva Rosset – sie war schon letztes Jahr als Performerin dabei – wartet zudem anlässlich der Vernissage mit einem speziellen, vergänglichen Kunstprojekt auf.

Im Zentrum aber stehen die zehn übrigen Künstlerinnen und Künstler, welche für die diesjährige Ausstellung den Zuschlag erhielten.

Flurina Badel und Jérémie Sarbach zeigen als Künstlerpaar zwei Werke im Bereich Skulptur und Video. Fabian Matz bespielt einen Raum unter dem Thema «homme/femme». Die Steinbildhauerin Linda Wunderlin beeindruckt mit filigranen Objekten in Kalkstein, Polyethylen und Silikon. Moritz Jäger outet sich mit vier Ölbildern zum Thema «Lebensziele» als hervorragender Maler. «Die Nische», eine Video-Installation von Kathrin Zurschmitten, dürfte sämtliche Blicke der Besuchenden auf sich ziehen. Nadia Bader zeigt sich als begnadete Comic-Zeichnerin und gibt Einblick in ihre gezeichneten Tagebüchlein. Tyrone Richards hat sich mit der Darstellung von religiösen Gruppierungen befasst und zeigt seine Bildserie in Aquarell auf Papier und Holz. Als spannender Kontrast dazu wirken im gleichen Raum die grossformatigen Zeichnungen in schwarzer Ölkreide von Karin Wiesendanger. Und Sandra Seb schliesslich befasst sich in verschiedenen Techniken mit den menschlichen Gefühlen und der Körpersprache.

update ag