«Ich setze auf Euch, Gewerbler!»

Kurze, aber prägnante Ansprachen prägten die Eröffnung der GAB 2011. Der Stolz auf die gewerbliche Stärke der Region schimmerte bei allen durch.

Ein neues Fahrrad? Landammann Christian Wanner (2.v.l.) und OK-Präsident Alban Wyss (2.v.r.) werden informiert.  Foto: Martin Staub
Ein neues Fahrrad? Landammann Christian Wanner (2.v.l.) und OK-Präsident Alban Wyss (2.v.r.) werden informiert. Foto: Martin Staub

Eine Viertelstunde vor der offiziellen Eröffnung befahl OK-Präsident Alban Wyss sein OK-Team noch zum «kurzen Bier». Ob da flatternde Nerven oder das ersehnte schöne, aber durstige Wetter der Auslöser waren, wollte Wyss dem Wochenblatt nicht verraten. Sein persönliches Credo an die GAB 2011 verrieten dann aber kurz vor dem Start ungewollt die Lautsprecher, die laut «Ich geh’ für dich durchs Feuer!» verkündeten. Sein persönliches Feuer liess der OK-Präsident in seinem «Riesenkompliment an alle Aussteller» durchschimmern. Diese zeigten mit attraktiven Ständen Qualität, aber auch die Nähe zum Kunden, sagte Wyss. Zwar seien die wirtschaftlichen Prognosen wie ein Blick in die Kristallkugel, die Gewerbler seien aber zuversichtlich. «Wir sind nämlich total ausgebucht», fügte der OK-Präsident bei. Die ganze GAB 2011 sei aber letztlich nur mit vereinten Kräften möglich gewesen. In seinen Generaldank schloss er vom Aussteller bis zum Zivilschutz alle Beteiligten ein.
«Griezi», sagte seinerseits Markus Würsch, Präsident des Gewerbevereins Lüsseltal, und wollte es damit besonders kurz machen. Als ganz, ganz «verreckt» bezeichnete er es, dass die GAB wieder in voller Pracht erstanden sei, während andere Gewerbevereine hätten absagen müssen. «Ihr seid geili Sieche», hörte sich auf innerschweizerisch kurz und prägnant Würsch’s Lob an Aussteller, OK und Helfer an.

Schönes Wetter dank Regierung
«Die Regierung wird sonst immer für wüstes Wetter verantwortlich gemacht», meinte Landammann Christian Wanner. Heute übernehme er die Verantwortung für das wunderbare Wetter. Seine längere Rede wolle er nun doch nicht halten, da dies in Breitenbach offensichtlich nicht geschätzt werde. Ob man heute auf Euro oder Franken setzen solle, wollte Wanner zudem nicht beantworten. «Ich setze aber auf Euch, Gewerbler», wand der Landammann den Ausstellern ein Kränzchen. Gemeindepräsident Dieter Künzli kannte die Gründe um die Stärke der hiesigen KMU: Sie sind innovativ, sie geben nicht mehr aus als sie einnehmen und sie gehen keine unkontrollierbaren Risiken ein. «Neben guten Rahmenbedingungen muss es auch gute Konsumenten geben», forderte Künzli mit «in dubio pro regio» zum Einkauf in der Region auf. Um diese noch mehr zu stärken.