Die Zeit der Geister und Dämonen

Die Fasnacht, für einmal von einer andern Seite aufgegleist. Keine Angst, es gab auch Feen, Schmetterlinge sowie lustige Weiber und Gesellen.

Ein Schnappschuss wird bei genauer Betrachtung zum Meditationsbild: Hinter dem lustigen Räppli-Schleier erscheinen Tod und Teufel, die Mächte der Vernichtung und des Bösen. Ist nicht alle Sinnenfreude nichts als ein Schleier aus Lug und Trug, hint
Ein Schnappschuss wird bei genauer Betrachtung zum Meditationsbild: Hinter dem lustigen Räppli-Schleier erscheinen Tod und Teufel, die Mächte der Vernichtung und des Bösen. Ist nicht alle Sinnenfreude nichts als ein Schleier aus Lug und Trug, hinter welchem der Untergang des Leibes und das Verderben der Seele warten? Das Christentum hält im Symbol des Kruzifixes in der Ferne eine hoffnungsfrohe Botschaft bereit, die ewiges Leben und universelle Liebe verheissen. Foto: Edmondo Savoldelli

Fasnacht wird fast nur in katholischen Gegenden (mit Ausnahme von Basel) gefeiert. Vor Aschermittwoch, wo die 40-tägige Fastenzeit beginnt soll noch einmal so richtig über die Stränge gehauen werden dürfen. Dies wurde übers Wochenende im gesamten Schwarzbubenland und Laufental getan. Und zwar so ausgiebig, dass das Wochenblatt-Team überfordert war und nicht überall beim närrischen Treiben mittun konnte. Immerhin – man gab sich Mühe, war in verschiedenen fasnächtlichen Hochburgen vor Ort und kann nun in dieser Ausgabe einen beachtlichen Bilderbogen präsentieren.
Den Anfang macht, wie eingangs erwähnt unser Autor Edmondo Savoldelli mit diesem Schnappschuss an der Witterswiler Fasnacht. Eine gute Gelegenheit, nach Abschluss der Fasnachtstage einen besinnlicheren Weg einzuschlagen und über eine andere Seite der Maskierung nachzudenken.
Mit der Fasnacht wurden die Geister des Winters vertrieben, so die heidnische Erklärung. In diesem Sinne, freuen wir uns auf den Frühling.