Laufen
10.01.2018

Aufbruch zur grossen Schlussetappe

Freuen sich auf die bald eintreffenden Handwerker: (v.l.) Roger Chalon, OK-Mitglied Benefiz-Veranstaltung Lions, Christina Hatebur, Projektleiterin Instandstellung, Andreas Dürr, Präsident Lions Club Laufental-Thierstein, Denise Wyss, Pfarrerin. Foto: Martin Staub

Freuen sich auf die bald eintreffenden Handwerker: (v.l.) Roger Chalon, OK-Mitglied Benefiz-Veranstaltung Lions, Christina Hatebur, Projektleiterin Instandstellung, Andreas Dürr, Präsident Lions Club Laufental-Thierstein, Denise Wyss, Pfarrerin. Foto: Martin Staub

Die St. Katharinenkirche in Laufen ist gerettet. Die Aussenrenovation ist abgeschlossen, nun folgt die Instandstellung des Innenraums. Ende Mai 2018 wird das ganze Projekt mit einem grossen Einweihungsfest abgeschlossen.

Martin Staub

Noch vor einem Jahr stand das Vorhaben auf unsicheren Füssen. Es fehlte noch immer an finanziellen Mitteln, um die im Jahre 1698 vollendete Barockkirche umfassend zu sanieren. Die grosse Informationskampagne der Projektleitung unter der Führung von Christina Hatebur löste in der Öffentlichkeit viel Verständnis und Bereitschaft aus, dieses Wahrzeichen Laufens zu retten.

Zahlreiche Spenden aus der öffentlichen Hand, von privater Seite und durch Benefiz-Veranstaltungen zeigten bald, dass die Instandstellung in Angriff genommen werden konnte. Am dringendsten war die Sanierung des Daches und der Gebäudehülle, welche im Herbst 2017 abgeschlossen wurde.

Lions Club als kreativer Spender

Als besonders kreativ in der Beschaffung der nötigen Mittel zeigte sich der Lions Club Laufental-Thierstein. Seine Benefizveranstaltung vom 10. Juni letzten Jahres zum 100-Jahr-Jubiläum der weltweiten Organisation trug 17500 Franken ein. «Dieser beachtliche Betrag kam durch ein reichhaltiges Galadiner, mit Versteigerung von zwei gratis zur Verfügung gestellten Kunstwerken von Andreas Malzach und Martin Staub, sowie durch weitere freiwillige Spenden von Gästen zustande», freut sich Roger Chalon, Mitglied des OK. Er und Präsident Andreas Dürr trafen sich letzte Woche mit dieser erfreulichen Nachricht in der St. Katharinenkirche mit Pfarrerin Denise Wyss und Projektleiterin Christina Hatebur zum Fototermin.

Eine kleine Ausstellung unter der Empore im Innenraum mit Mustern morscher ausgewechselter Holzbalken, beschädigten Ziegeln und anderen Beispielen zeigt eindrücklich, wie notwendig die erste Etappe der Sanierung war.

Zweite Etappe startet

In wenigen Wochen beginnen die Arbeiten im Innenraum. «Nach der Pflicht die Kür sozusagen», sagt Christina Hatebur. Hier drin sehen die Kirchengänger und Besucher von Konzerten im Moment noch gar nichts von den aufwändigen Sanierungsarbeiten, die immerhin über 600000 Franken verschlangen. «Mit dem Einbau einer Ringleitung zur optimierten Beschallung auch für Hörgeschädigte, der Sanierung der Heizung, einem neuen Beleuchtungskonzept – diese Kristallleuchter passen nicht in die Architektur des Barock – und der gründlichen Reinigung wird in wenigen Monaten auch der Kirchenraum in neuem Glanz erstrahlen», freut sich Pfarrerin Denise Wyss.

Dankbarkeit, Zufriedenheit und Freude

Auch die Innensanierung kostet Geld. Rund 500000 Franken zusätzlich, wie Hatebur informiert. Man sei zwar noch nicht ganz am Ziel, aber immerhin auf der Zielgeraden, kommentiert die Projektleiterin die Frage nach den vorhandenen Mitteln und deutet damit an, dass weitere Spendenbeiträge nötig und willkommen seien.

Es herrscht Aufbruchstimmung. «Ende Mai werden wir die ‹neue› St. Katharinenkirche mit einem Gottesdienst und einem Fest einweihen», erklärt Denise Wyss. Mehr verrät die Pfarrerin der Christkatolischen Kirchgemeinde Laufen noch nicht.

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