Energiewende als Chance
Auf Einladung der Promotion Laufental referierten im Gymnasium Laufen vier Spezialisten über alternative Energien. In der Empfangshalle stellten Firmen ihre Produkte zu diesem Thema aus.

Sie gehören zu denjenigen Gästen, welche die Energiewende als Chance betrachten», empfing EBL-Chef Urs Steiner die 200 Gäste in der Aula des Gymnasiums Laufen. Die Nordwestschweiz sei die fortschrittlichste Region in Sachen Energie, denn hierzulande würden die Menschen auf alternative Energien setzen. Das bedeute nicht nur Nachhaltigkeit und Sorge zur Umwelt, sondern schaffe auch Arbeitsplätze und Wertschöpfung. Er befürworte auch die Geothermie, die dem Erdinnern Wärme entnehme und wertvolle Energie liefere. Die Politik müsse zu solchen Vorhaben Hand bieten. Er könne nicht verstehen, dass man gegen das Kleinflusskraftwerk in Zwingen seit sieben Jahren Sturm laufe und dass auch Windkraftwerke derart bekämpft würden. Geeignete Dächer sollten seiner Meinung als Solarstromlieferanten obligatorisch erklärt werden.
Konkreter wurde der Energiefachmann Urs Gerster, der sich an die Eigentümer wendete. «Der Hausbesitzer ist heute Produzent und Konsument von Strom in einer Person», erklärte Gerster. Mit der Abkehr von Öl und Gas und der Zuwendung von alternativen Energien könnten die Hausbesitzer ein Zeichen für den Umweltschutz setzen.
Wenn die Gebäudehülle noch richtig isoliert und renoviert werde, könne der Neubaubesitzer sogar Netto-Stromproduzent werden und die Kosten massiv senken. Der Hausbesitzer müsse nur den passenden Mix von Wärmepumpe, Pelletheizung und Solartechnik zusammenstellen und die Stromrechnung werde Freude bereiten. «Sie werden mit einer solchen Herausforderung zudem Plausch und erhöhten Wohnkomfort haben», schrieb er den Anwesenden ins Gästebuch.
Betriebsökonom Peter Räber von der Energie Zukunft Schweiz schilderte in bewegten Worten, wie er sein älteres Stilhaus in Anwil mit energetischen Investitionen auf Vordermann gebracht habe. Er habe Fenster und Türen erneuert, das Dach saniert und eine Photovoltaikanlage installiert. «Die Sonne produziert in einer Stunde so viel Energie, wie auf der ganzen Welt während eines Tags Energie gebraucht wird», würzte er seine Ausführungen. Er verwies auch auf die Steuerabzüge und die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) hin, die solche Vorhaben begünstigen. Die Anlagen seien in 13 Jahren amortisiert.
In der abschliessenden Diskussionsrunde bezeichnete ein Teilnehmer diese Sichtweise als eine gigantische Subventionsmaschinerie, die aus der AKW-Hysterie hervorgegangen sei und sich nicht unbedingt rechne.


