Aesch Pfeffingen: Sport
12.12.2018

Mit Schweiss und Fleiss zum Förderpreis

Förderpreis für Teamsportlerin: Regierungspräsidentin Monica Gschwind und Balz Stückelberger, Präsident der kantonalen Leistungssport-Kommission, überreichten Madlaina Matter den mit 5000 Franken dotierten Preis.  Foto: Edgar Hänggi

Förderpreis für Teamsportlerin: Regierungspräsidentin Monica Gschwind und Balz Stückelberger, Präsident der kantonalen Leistungssport-Kommission, überreichten Madlaina Matter den mit 5000 Franken dotierten Preis. Foto: Edgar Hänggi

Madlaina Matters Leistungen im Volleyball fanden am vergangenen Freitagabend gebührende Anerkennung. Die Captain von Sm’Aesch Pfeffingen wurde an der Baselbieter Sportpreisverleihung mit dem Förderpreis geehrt.

Edgar Hänggi

Im Moment ist einiges los im Sportlerleben von Madlaina Matter. Vor einer Woche durfte sie als Captain ihr Team erstmals in der Basler St. Jakobshalle zu einem Volleyballspiel aufs Feld führen – Sm’Aesch Pfeffingen besiegte im Europacup das belgische Team aus Oudegem. Am Samstag feierte sie in der nationalen Meisterschaft einen glatten 3:0-Erfolg gegen den Titelmitfavoriten Kanti Schaffhausen. Und am Abend zuvor – also am letzten Freitag – erhielt sie bei der Baselbieter Sportpreisverleihung im KUSPO Pratteln den Förderpreis des Kantons Baselland.

Mit den insgesamt vier Förderpreisen ehrt der Kanton junge, aufstrebende Sportlerinnen und Sportler, die möglicherweise erst am Beginn einer langen Karriere stehen, dennoch aber bereits mit ersten Erfolgen auf sich aufmerksam machen. Balz Stückelberger, Präsident der kantonalen Leistungssport-Kommission und FDP-Landrat, übergab gemeinsam mit Regierungspräsidentin Monica Gschwind den mit 5000 Franken dotierten Förderpreis.

Madlaina Matter freute sich über die Auszeichnung enorm. «Das ist eine mega Anerkennung für all das, was ich im Volleyball bisher gemacht habe!» Sie sei Trainer Andi Vollmer sehr dankbar, dass sie das Abschlusstraining «schwänzen» durfte und so an der Preisverleihung teilnehmen konnte. «So eine Auszeichnung ist auch deshalb eine tolle Sache, weil es einem während der Saison gar nicht so richtig bewusst wird, was man leistet. Es ist für mich auch ein Feedback, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Das gibt Selbstvertrauen.»

Neben Madlaina Matter erhielt auch Maja Storck, ehemalige Teamkollegin bei Sm’Aesch Pfeffingen, einen Förderpreis. Storck wechselte im Sommer von Aesch in die Bundesliga zu den «Ladies in Black» Aachen und konnte deshalb nicht an der Verleihung in Pratteln teilnehmen. Sie wurde durch ihre Eltern in Pratteln vertreten.

Erfolgreich, aber selbstkritisch

Trotz ihrer erst 22 Jahre kann Madlaina Matter schon einige Erfolge aufzählen: Sie ist U23-Schweizer-Meisterin, dreifache Vize-Schweizer-Meisterin und Cupfinalistin, ausserdem wurde sie dieses Jahr von Swiss Volley mit dem Titel «Youngster of the Year» ausgezeichnet und gehört der A-Nationalmannschaft an. Ebenfalls dieses Jahr überreichte ihr die Einwohner- und Bürgergemeinde Aesch den Sportpreis. Der Durchbruch gelang ihr letzte Saison, in der sie ganz stark aufspielte. Dennoch findet Madlaina, dass sie noch etwas freier hätte spielen und Punkte machen können. «Jetzt muss ich das bestätigen und als Captain zudem vorangehen», sagt sie. Selbstkritisch betont sie, dass sie es sich selbst nicht immer einfach mache: «Ich sehe zu oft nur das weniger Gute. Ich bin selten zufrieden mit meiner Leistung.»

Das Medizinstudium als Ausgleich

Nach harten Trainings steckt die 22-Jährige zu Hause den Kopf noch in die Bücher. Sie studiert Medizin und will Ärztin werden. «Ich brauche das Studium. Gerade wenn ein Training oder ein Spiel nicht gut lief, ist es für mich die beste Art, nicht darüber zu grübeln», sagt sie. Bei Sm’Aesch Pfeffingen hat die Sportlerin noch einen Vertrag bis Ende nächster Saison. Es sei aber ihr Ziel, einmal ins Ausland zu gehen: «Man muss es versuchen, so lange man jung ist. Arbeiten kann ich danach immer noch.» Für den Auslandeinsatz würde sie auch das Studium unterbrechen.

Wer Madlaina Matter in Aktion erleben will, hat morgen Freitag, 14. Dezember, bereits eine nächste Gelegenheit dazu. Im Meisterschaftsspiel gegen den Tabellenletzten Genève Volley will sie wieder punkten und den Zwei-Punkte-Rückstand zum führenden TS Volley Düdingen – bei einem Spiel weniger – zu verkürzen. Anpfiff in der Mehrzweckhalle Löhrenacker ist um 20 Uhr.

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