Münchenstein: Gastronomie
18.07.2013

Hofmatt in neuen Händen

Neustart mit viel Elan: Die neue Hofmatt-Crew mit Geschäftsführer Pablo Sütterlin und Chefkoch André Bürgi (oben, von links). Untere Reihe von links: Robin Sütterlin (GL), Pascal Schneitter (GL), Manuela Palladino (Hotelleitung). Foto: Lukas Hausendorf

Neustart mit viel Elan: Die neue Hofmatt-Crew mit Geschäftsführer Pablo Sütterlin und Chefkoch André Bürgi (oben, von links). Untere Reihe von links: Robin Sütterlin (GL), Pascal Schneitter (GL), Manuela Palladino (Hotelleitung). Foto: Lukas Hausendorf

Kaum ein Jahr führte die Bubendorfer RCB Catering die Münchensteiner Hofmatt als der Restaurantbetrieb plötzlich eingestellt wurde. Jetzt haben Jungunternehmer den Betrieb übernommen.

Lukas Hausendorf

Was denn auch los sei mit der Hofmatt, fragten bereits einige Bürger auf der Gemeindeverwaltung. Im Dorf machte es rasch die Runde, dass der Betrieb des einzigen Münchensteiner Hotels plötzlich still stand. An der Bürgergemeindeversammlung vom 3. Mai konnte man schon vernehmen, dass die RCB Catering offenbar mit Anlaufschwierigkeiten in der Hofmatt zu kämpfen hatte. Erst im Mai vor einem Jahr hatte das Bubendorfer Gastrounternehmen die Pacht des Hauses übernommen, das die Bürgergemeinde im August 2011 erworben hatte. Damals trat RCB Geschäftsführer Marcel Rutschmann guter Dinge an die neue Aufgabe heran. Von Synergien mit dem Bankettgeschäft der Cateringfirma war die Rede und davon, dem Dorf einen neuen Treffpunkt zu geben. Offenbar ist die Rechnung aber nicht aufgegangen, wenn Rutschmann sich nach knapp einem Jahr aus der Hofmatt zurückzieht. Für eine Stellungnahme war er nicht zu haben, mehrere Anfragen des «Wochenblatts» liess er unbeantwortet.

Neues Team, neues Glück
Jetzt ist wieder neues Leben eingekehrt an der Baslerstrasse 88. Ein neues Team um den Reinacher Jungunternehmer Pablo Sütterlin (27) hat das Hotel-Restaurant mit dem mittlerweile fertig renovierten grossen Saal übernommen. Er sprüht vor Optimismus. «Die Lage ist genial», schwärmt Sütterlin. Nah an der Stadt gelegen, eine eigene Tramhaltestelle, die Erreichbarkeit könnte kaum besser sein. Auch die Nachfrage im Hotelbetrieb ist da. Während des Gesprächs in seiner neuen Wirkungsstätte klingelt das Telefon immer wieder und bei Geschäftsleitungsmitglied Pascal Schneitter gehen neue Reservationen ein.
Auch Passanten würden gerne einen Kaffee trinken. Sie müssen sich aber noch gedulden. Während das Hotel seit Montag wieder in Betrieb ist, wird das Restaurant erst am 2. September wieder eröffnet werden. Bis dahin werden Sütterlin und seine Mitstreiter die Prozesse im Betrieb analysieren und ihrem gastronomischen Konzept den Feinschliff geben. Gutbürgerlich mit mediterranem Einschlag soll gekocht werden.

Synergien im Eventbereich
Das eigentliche Herzstück der Hofmatt ist der grosse Saal, den die Bürgergemeinde für mehrere Hunderttausend Franken auf Vordermann gebracht hat. Dieser ist nach einjähriger Renovation nun wieder voll funktionstüchtig und wird bis Ende Jahr bereits rege genutzt werden. Neben Hochzeiten, einer Country Night und dem Basler Sommernachtsball bringt auch Sütterlin selbst Leben in den Saal. Der Neo-Gastronom kommt nämlich eigentlich aus dem Veranstaltungsgeschäft. Unter anderem ist er im Basler Psi-Verein tätig, der jährlich um die hundert Anlässe organisiert. Zehn davon werden bis Ende Jahr in der Hofmatt stattfinden. Der erste bereits Ende Juli mit dem schweizweit bekannten Medium Pascal Voggenhuber.

An ganz- oder mehrtägigen Seminaren kommen dann auch Synergien mit dem Hotel und Restaurant zu tragen, in dem die Teilnehmer untergebracht und verpflegt werden. Die Hofmatt wird nun aber nicht zum Zentrum für esoterische und grenzwissenschaftliche Events. «Das Programm soll alle ansprechen», betont Sütterlin. Auch ein Public Viewing an der Fussball-Weltmeisterschaft sei möglich. Überdies wird auch die Kulturkommission der Bürgergemeinde Veranstaltungen im Saal durchführen.

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