AESCH: fischereiverein
04.07.2012

Fischchnusperli und gemütliches Zusammensein

Begeisterte Fischer von Kindesbeinen an: Ruedi Neeser (l.) und Markus Wymann an der Birs bei Aesch.  foto: Isabelle Hitz

Begeisterte Fischer von Kindesbeinen an: Ruedi Neeser (l.) und Markus Wymann an der Birs bei Aesch. foto: Isabelle Hitz

Dieses Wochenende findet im Hof des Schlosses Angenstein wieder das traditionelle Fischerfest des Fischerei-Vereins Aesch-Angenstein (FVA) statt.

Isabelle Hitz

Am Freitagabend ab 17 Uhr und am Samstag ab 11 Uhr lädt der Fischerei-Verein wieder zu frischen Zanderfilet-Chnusperli mit Butterkartoffeln. «Der Anlass kommt bei der Bevölkerung so gut an, dass wir immer wieder darauf angesprochen werden», betont Markus Wymann, Vizepräsident des FVA. Der Verein bietet die beliebte Festwirtschaft alle zwei Jahre an, daneben organisiert der Vorstand zahlreiche andere gemeinschaftliche Anlässe, bei denen die Fischer oft auch noch etwas dazulernen können. So geht es beim nächsten Anlass beispielsweise um das Filetieren und Räuchern der Fische. Aber auch die Fischereieröffnung im März, der Fischerstamm, das gemeinsame Aufräumen am Birsufer oder ein Fischerausflug an den Lungernsee stehen auf dem Programm.

Hegen und Pflegen

Der rund 110 Mitglieder zählende Fischerei-Verein wahrt und fördert die Fischerei und sorgt sich um die Schulung der Fischer, vor allem der Jungfischer. Weiter kümmert er sich um die gepachteten Gewässer und sorgt für eine nachhaltige Fischerei. «Wir Fischer werden ja immer wieder als Tiertöter kritisiert. Dabei wird gerne vergessen, dass wir auch für das Hegen und Pflegen verantwortlich sind», erklärt Wymann. So achtet der Verein auf die Gesundheit der Fische und die Qualität der Gewässer. Um die Fischbestände zu schonen, gelten Schonzeiten und Mindestfangmasse. In der Birs als Saisongewässer wird nur vom ersten März bis zum vierzehnten Oktober gefischt, da im Winter die Forelle laicht. Zudem darf jeder Fischer höchstens acht Edelfische pro Woche und vier Edelfische pro Tag aus der Birs ziehen. 

Die Kontrolleure und Vorstandsmitglieder des FVA sorgen dafür, dass die Bestimmungen eingehalten werden. Jeweils im Mai holt der Verein in der Fischaufzucht in Zwingen um die 9000 Forellen-Brütlinge und setzt sie in die Aufzuchtbäche (Klusbach, Lolibach und Nunninger-Dorfbach) ein. Im Herbst werden die unterdessen 8 cm grossen Sömmerlinge elektrisch abgefischt und in die vom FVA gepachteten Abschnitte der Birs eingesetzt. Bis die Forellen das Fangmass von 26 Zentimeter erreicht haben, dauert es um die drei Jahre. 

Stilles Naturerlebnis

Für die beiden Vorstandsmitglieder Markus Wymann und Ruedi Neeser besteht die Faszination des Fischens klar im Naturerlebnis. «Mein Ziel ist eigentlich nicht das Fangen eines Fisches, sondern die Erholung in der Natur», betont Neeser. Und auch für Wymann stehen Ruhe, Erholung und der Aufenthalt am Wasser an erster Stelle. Über einen guten Fang freut man sich selbstverständlich trotzdem, vor allem wenn wenn es sich dabei um eine 50 Zentimetergrosse Bachforelle handelt, wie Wymann sie vor ein paar Wochen aus der Birs gefischt hat. «Das war natürlich schon Erlebnis!», schwärmt der Fischer stolz. 
www.fv-aesch.ch

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